Titelbild - BGH-Urteil: Warum der Coworking-Space für Anwälte zur Stolperfalle wird

BGH-Urteil: Warum der Coworking-Space für Anwälte zur Stolperfalle wird

Hallo! Ich hoffe, du hattest einen guten Start in den Tag. Hast du schon von der neuesten Entscheidung des Bundesgerichtshofs gehört? Wenn du in Berlin oder Brandenburg als Freiberufler unterwegs bist, kennst du das Modell sicher: Ein schicker Coworking-Space in Mitte oder Kreuzberg, ein gemieteter Briefkasten und ab und zu ein Konferenzraum für Mandantenbesuche. Das klingt nach moderner Arbeitswelt, oder? Der BGH hat diesem Modell für Rechtsanwälte jetzt allerdings einen dicken Riegel vorgeschoben.

In dem Fall ging es um einen Anwalt, dem seine Kammer eine „missbilligende Belehrung“ erteilt hatte. Sein Vergehen? Er betrieb seine Kanzlei rein virtuell über einen Workspace-Anbieter. Er hatte dort zwar ein Schild und einen Briefkasten, aber keine fest angemieteten Räume, in denen er dauerhaft anzutreffen war. Er argumentierte, dass er in seinem Spezialgebiet (Umweltrecht) sowieso kaum physischen Besuch empfange. Doch die Richter am BGH blieben hart: Eine Kanzlei muss ein realer Ort sein. Ein Ort, an dem man zu üblichen Geschäftszeiten tatsächlich arbeiten kann und für das Publikum erreichbar ist.

Das wirft natürlich eine spannende Frage auf: Ist unser Berufsrecht noch auf Augenhöhe mit der digitalen Realität? Während wir in Berlin Start-ups feiern, die komplett remote arbeiten, pocht die Justiz beim Anwaltsberuf auf das klassische Kanzleischild und feste Wände. Für viele junge Anwälte, die gerade erst gründen und die hohen Mieten in der Hauptstadt scheuen, ist das ein echter Schlag ins Kontor.

Warum erzähle ich dir das? Weil dieses Urteil zeigt, wie schnell man mit Standesregeln oder behördlichen Auflagen in Konflikt geraten kann – selbst wenn man glaubt, alles modern und effizient organisiert zu haben. Der klagende Anwalt musste durch mehrere Instanzen gehen, was nicht nur Zeit, sondern auch richtig viel Geld kostet. Wenn du selbst im gewerblichen Bereich tätig bist, ist ein professioneller Rückhalt bei solchen rechtlichen Grundsatzfragen Gold wert.

Ich empfehle in solchen Fällen immer, sich frühzeitig abzusichern. Ein Gewerbe-Rechtsschutz ist hier das Mittel der Wahl. Er bietet dir den nötigen umfassenden Schutz, wenn es zu Streitigkeiten rund um deine Berufsausübung kommt – sei es mit Kammern, Behörden oder eben vor dem BGH. So kannst du dich auf dein Geschäft konzentrieren, während Experten den rechtlichen Rahmen absichern.

Hast du dazu eine kurze Frage? Frag mich einfach direkt!

Jetzt per WhatsApp fragen

Mein Impuls für Dich:

Prüfe gerade bei hybriden Arbeitsmodellen genau, ob deine Betriebsstätte den gesetzlichen Anforderungen deiner Branche genügt, und sichere dich gegen rechtliche Stolperfallen gewerblich ab.

Passend zum Thema:

Umfassender Schutz für gewerbliche Rechtsstreitigkeiten und berufsrechtliche Auseinandersetzungen.

Mehr erfahren

Quelle: Haufe Recht | Bild: Unsplash