Titelbild - Streik im Nahverkehr: Dein Recht bei Verspätungen

Streik im Nahverkehr: Dein Recht bei Verspätungen

Hallo! Hast Du die Nachrichten auch schon gesehen? Am 27. und 28. Februar wird es in Berlin und Brandenburg wieder ungemütlich auf den Schienen und Straßen. Wenn die BVG und die kommunalen Betriebe die Arbeit niederlegen, stehen wir an der Haltestelle und schauen in die Röhre. Das sorgt nicht nur für schlechte Laune am Morgen, sondern wirft bei vielen von uns auch die bange Frage auf: Was passiert eigentlich mit meinem Job, wenn ich im Stau stecke oder der Bus gar nicht erst kommt?

Ich sage es Dir ganz offen, wie es ist: Das Gesetz kennt da leider wenig Pardon. Das sogenannte Wegerisiko liegt ganz allein bei uns Arbeitnehmern. Egal ob Glatteis auf der B1 oder Streik bei der U7 – wir sind dafür verantwortlich, pünktlich am Schreibtisch oder an der Werkbank zu sitzen. Das klingt hart, besonders wenn man für die Situation absolut nichts kann.

Was Du jetzt wissen musst, um Deinen Feierabend zu retten:

  • Frühzeitig planen: Ein Streik kommt selten völlig überraschend. Sobald Du davon hörst, ist es Zeit für den „Plan B“. Fahrgemeinschaften, das Fahrrad oder eben der Wecker, der eine Stunde früher klingelt.
  • Reden hilft: Dein Chef ist auch nur ein Mensch. Such das Gespräch! Vielleicht ist spontanes Homeoffice möglich oder Du kannst Überstunden abbummeln. Wer sich erst meldet, wenn er schon längst im Büro sein sollte, riskiert unnötigen Ärger und im schlimmsten Fall eine Abmahnung.
  • Zumutbarkeit: Du musst keine hunderte Euro für ein Taxi ausgeben, wenn Dein Gehalt das nicht hergibt. Aber: Du musst nachweisen können, dass Du wirklich alles versucht hast.

In meiner täglichen Beratung erlebe ich oft, dass genau hier die Konflikte entstehen. Ein ehrlicher Mitarbeiter gibt sein Bestes, kommt trotzdem zu spät, und plötzlich ist das Vertrauensverhältnis zum Arbeitgeber angeknackst. Da wird aus einer kleinen Verspätung schnell ein handfester Rechtsstreit um Lohnkürzungen oder Abmahnungen.

Mein Rat an Dich: Sicherheit gibt Dir in solchen Momenten nur die Gewissheit, dass Du im Fall der Fälle nicht alleine dastehst. Ein guter Berufs-Rechtsschutz ist wie ein Schutzschild für Deinen Arbeitsplatz. Er sorgt dafür, dass Du Deine Rechte kennst und auch durchsetzen kannst, wenn die Fronten sich verhärten – ohne dass Du Dir über hohe Anwaltskosten den Kopf zerbrechen musst.

Bleib entspannt, plane vorausschauend und lass Dich vom Streik nicht aus der Ruhe bringen.

Mein Impuls für Dich: Klär die Homeoffice-Option für die Streiktage lieber heute als morgen mit Deinem Chef – Vorsorge ist besser als Nachsehen!

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Quelle: RBB24 Wirtschaft | Bild: Unsplash