Titelbild - E-Scooter-Chaos in Berlin: Warum deine Haftpflicht jetzt auf den Prüfstand muss

E-Scooter-Chaos in Berlin: Warum deine Haftpflicht jetzt auf den Prüfstand muss

Die Gehwege in Berlin sind seit Jahren ein Abenteuerspielplatz – nur leider nicht im positiven Sinne. Wer eine Haftpflichtversicherung in Berlin sucht, denkt beim Abschluss meist an den Klassiker: Vase beim Umzug zerdeppert oder den Schlüssel der WG verloren. Dass aber ein quer abgestellter E-Scooter vor deiner Haustür ein massives Risiko für Leib und Leben anderer Menschen darstellt, steht selten auf der Checkliste.

Der Senat hat jetzt gemeinsam mit dem Blinden- und Sehbehindertenverein beschlossen, dass damit Schluss sein soll. Feste Mobilitätsstationen sollen kommen. Die Roller dürfen dann nur noch dort abgestellt werden, wo sie niemanden behindern. Das klingt vernünftig. Der Haken? Die vollständige Umstellung ist erst für 2035 geplant. Bis dahin bleiben die Gehwege weiter mit den Dingern gespickt. Eine Ewigkeit, wenn man täglich mit dem Kinderwagen oder dem Blindenstock unterwegs ist.

Was bedeutet das für dich als Nutzer? Viele denken, die Haftpflicht der Verleihfirmen deckt schon alles ab. Das ist ein gefährlicher Trugschluss. Wenn du so ein Teil mietest, bist du der Führer des Fahrzeugs. Wenn du den Roller ungeschickt abstellst und jemand darüber stürzt, haftest du persönlich. Das ist kein theoretisches Problem, sondern gelebter Alltag in Stadtteilen wie Schöneberg oder Neukölln.

Ich sage es dir gerade heraus: Verlass dich nicht auf die AGB der App-Anbieter. Die Firmen schützen primär ihr Geschäftsmodell, nicht dich vor einer Privatinsolvenz, falls du einen Personenschaden verursachst. Ein kurzer Blick in deine Police ist die zehn Minuten wert. Wer das nicht will, sollte schauen, ob der Vertrag moderne Mobilität überhaupt sauber abbildet.

Mein Impuls für dich: Überprüfe heute noch, ob deine Haftpflicht auch Schäden abdeckt, die du bei der Nutzung von E-Scootern verursachst. Das ist einer der wenigen Punkte, bei denen ich nie sparen würde.

Passt das auf deine Situation?

15 Minuten reichen oft – ich sag dir ehrlich, ob du gut aufgestellt bist oder nicht.

Kurz per WhatsApp melden

Quelle: RBB24 Politik | Bild: Foto von Paul Lichtblau auf Pexels