Titelbild - Warum am Montag in Berlin und Brandenburg viele Türen der Apotheken verschlossen bleiben

Warum am Montag in Berlin und Brandenburg viele Türen der Apotheken verschlossen bleiben

Wenn du montags morgens gestresst zum Arzt rennst, weil der Husten einfach nicht weggeht, hast du meistens nur ein Ziel: Das Rezept einlösen und ab nach Hause. Du stehst vor deiner Apotheke im Kiez, schaust auf die Uhr und willst eigentlich nur schnell an dein Medikament kommen. Doch statt der gewohnten hellen Beleuchtung und dem freundlichen „Guten Tag“ erwartet dich am kommenden Montag in vielen Teilen Berlins und Brandenburgs nur eine verschlossene Tür. Es ist diese Art von Tag, an dem die Abläufe, die wir für selbstverständlich halten, plötzlich ins Stocken geraten. Man steht da, denkt kurz über die leere Packung im Schrank nach und fragt sich, wo man jetzt eigentlich hinmuss.

Das musst du wissen – der Fakten-Check

  • Protesttag: Die Apotheker in Berlin und Brandenburg schließen am Montag, den 23. März, ihre Läden, um gegen die aktuelle Gesundheitspolitik ein Zeichen zu setzen.
  • Existenzangst: Der Landesverband spricht von einer existenzbedrohenden Lage, da die Honorare für rezeptpflichtige Medikamente seit über einem Jahrzehnt stagnieren, während die Kosten für Personal und Betrieb weiter steigen.
  • Notdienst: Du musst keine Angst haben, dass du im Ernstfall ohne Hilfe dastehst, denn die Notdienstapotheken sind verpflichtet, die Versorgung sicherzustellen.
  • Konkurrenz: Die Apotheken vor Ort kämpfen nicht nur mit steigenden Kosten, sondern spüren auch den massiven Druck durch den Online-Handel, der immer mehr Kunden in die digitalen Shops abzieht.
Wenn die Versorgung vor Ort wegfällt, merken wir erst, wie wertvoll die Beratung im Laden eigentlich ist. Ich kann verstehen, dass das frustriert – niemand hat Lust, bei Schmerzen noch lange nach einer offenen Notdienstapotheke zu suchen. Das war sicher nicht Sinn der Sache, aber für die Apotheker vor Ort brennt es gerade an allen Ecken. Wenn du in einer ländlichen Region in Brandenburg lebst, ist die nächste offene Apotheke manchmal ein ganzes Stück weg. Man verlässt sich oft darauf, dass die medizinische Infrastruktur einfach funktioniert, bis sie eben einmal einen Tag Pause macht. Ganz ehrlich: Ich habe neulich selbst eine halbe Stunde im Stau gestanden, nur um in eine andere Apotheke zu fahren, weil meine Stammapotheke wegen Personalmangel früher dichtgemacht hat. Das ist ärgerlich, zeigt aber auch, wie sehr wir an einem funktionierenden Gesundheitssystem hängen. Nutze den Montag vielleicht einfach mal, um kurz in deine Hausapotheke zu schauen und zu prüfen, ob du die wichtigsten Dinge da hast. Wer vorsorgt, spart sich den Stress, wenn das System mal wieder streikt. Berlin verzeiht vieles. Einen schlechten Vertrag eher nicht.

Passt das auf deine Situation?

15 Minuten reichen oft – ich sag dir ehrlich, ob du gut aufgestellt bist oder nicht.

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Quelle: RBB24 Wirtschaft | Bild: Foto von Ivan Chumak auf Pexels