Wenn ich morgens in Prenzlauer Berg beim Bäcker stehe und für zwei belegte Brötchen fast einen Zehner hinlege, dann spüre ich das. Da ist dieser Moment, in dem ich kurz an mein Studium in Cottbus denke – dort bekommst du für dasselbe Geld gefühlt noch ein komplettes Frühstück inklusive Kaffee. Die Kaufkraft in der Region ist eben nicht überall gleich, auch wenn wir uns alle im selben S-Bahn-Netz bewegen. In Berlin zahlst du für das Leben einfach einen saftigen Aufschlag, den du am Monatsende im Portemonnaie merkst. Das ist kein Geheimnis, sondern bittere Realität. Berlin ist teuer.
Ich habe mich in den letzten Tagen mal durch die aktuellen Berechnungen des IW Köln gewühlt, weil ich wissen wollte, wie das genau zusammenhängt. Wenn wir über das reale Einkommen sprechen, also das, was nach Abzug der hohen Berliner Preise wirklich übrig bleibt, dann rutscht unsere Hauptstadt im Ländervergleich ganz nach hinten. Das ist frustrierend, weil viele von uns hart arbeiten und trotzdem das Gefühl haben, auf der Stelle zu treten. Brandenburg kommt da im Vergleich oft besser weg, weil die Lebenshaltungskosten nicht so massiv an der Substanz knabbern. Das Umland ist eben doch ein anderer Schnack.
Das musst du wissen – der Fakten-Check
- Preisniveau: Die Berliner Lebenshaltungskosten liegen über sechs Prozent über dem Bundesdurchschnitt, was jeden Euro an der Supermarktkasse direkt entwertet.
- Reales Einkommen: Mit durchschnittlich 24.600 Euro im Jahr liegt Berlin beim verfügbaren Einkommen bundesweit auf dem letzten Platz unter den Bundesländern.
- Brandenburg-Faktor: In Brandenburg liegt der Wert bei etwa 27.000 Euro, weil die geringeren Einkommen durch niedrigere Preise bei Mieten und Lebensmitteln ausgeglichen werden.
- Regionales Gefälle: Innerhalb Brandenburgs gibt es deutliche Unterschiede, wobei der Landkreis Potsdam-Mittelmark beim verfügbaren Budget deutlich besser abschneidet als Frankfurt (Oder).
Die nackten Zahlen zeigen also deutlich, dass der Wohnort in unserem Speckgürtel nicht nur über den Arbeitsweg, sondern direkt über deinen Lebensstandard entscheidet.
Ich sage meinen Kunden immer wieder: Wenn deine Marge am Monatsende ohnehin so klein ist, dann darfst du dir keine finanziellen Lücken erlauben. Was passiert, wenn du für längere Zeit ausfällst und dein Gehalt wegbricht? Wenn du in Berlin lebst, schmilzt dein finanzielles Polster bei Krankheit extrem schnell. Da reicht dann nicht einmal mehr die gesetzliche Absicherung, um den Lebensstandard in der teuren Hauptstadt zu halten. Ich habe schon zu viele Leute gesehen, die genau diesen Punkt unterschätzt haben.
Wer hart für sein Geld arbeitet, sollte sicherstellen, dass dieses Einkommen auch bei einer Berufsunfähigkeit nicht komplett wegbricht. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist in einer teuren Stadt wie Berlin keine Option, sondern schlichtweg die Lebensversicherung für deinen aktuellen Lifestyle. Du musst nicht jeden Cent zweimal umdrehen, aber du solltest wissen, was passiert, wenn die Einnahmen plötzlich stoppen. Das ist der eine Punkt, wo ich nie sparen würde.
Schau dir heute Abend mal deine Unterlagen an. Hast du wirklich vorgesorgt, falls der Job mal ausfällt?
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15 Minuten reichen oft – ich sag dir ehrlich, ob du gut aufgestellt bist oder nicht.
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